Nagelpilz Erklärung, Ursachen, Risiken und Vorbeugendes

Diese unangenehme und schmerzhafte Pilzinfektion hat mehrere Namen. Sie wird auch Nagelmykose, Onychomykose oder Tinea unguium genannt. Betroffen sind dabei meistens die Zehennägel und manchmal auch die Fingernägel. Das ist deshalb so, weil ein feucht-warmes Klima die Verbreitung der Pilze begünstigt.

Fuß ohne Nagelpilz

Zu Beginn ist ein Nagelpilz „nur“ ein optisches Problem. Jedoch riskieren Sie ohne eine unmittelbare gründliche Behandlung ernsthaft Ihre Gesundheit.

Bei einem Befall des Pilzes, der schnell durch die Nageloberfläche dringt, verfärben sich diese gelblich, werden gespalten, verdickt bis hin zur kompletten Entstellung. So ist es möglich, dass der bereits sehr dick gewordene Nagel gegen den Schuh drückt und äußerst unangenehme Druckstellen verursacht. Die Nägel bekommen bröckelnde Kanten welche große Schmerzen verursachen.

Besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Stoffwechsel-Patienten sind für diese Erkrankung anfällig. Ebenfalls können Diabetes und Durchblutungsstörungen die Krankheit ausdehnen.

Verursacht ein Nagelpilz psychische Leiden?

Die Antwort ist ein eindeutiges Ja. Sind die Hände betroffen ist es für den Betroffenen doppelt tragisch. Zum einen muss er die Schmerzen ertragen und zum anderen steht er im unmittelbaren Fokus seiner Umwelt. Man sagt, die Hände seien die Visitenkarte des Menschen und wenn gerade dieses Körperteil so unangenehm auffällt, kann es zu einer großen seelischen Belastung kommen. Der Patient möchte sich oft zurück ziehen und hat vor den Reaktionen seiner Mitmenschen Angst.

Auch im Freundeskreis oder auf Arbeit kommt es oft zu Kränkungen und Verletzungen. Das meist schon angeschlagene Selbstbewusstsein wird weiter beansprucht; der Druck wächst. Manchmal ist deshalb auch eine psychologische Behandlung wichtig. Eine gute Möglichkeit stellt beispielsweise eine Therapiegruppe dar, in der sich die Betroffenen über ihr gemeinsames Leid austauschen können – ohne dabei Ausgrenzung zu erfahren.

Je älter der Mensch, desto höher das Nagelpilz-Risiko

Es ist erwiesen, dass mit zunehmenden Alter das Risiko steigt. Nur knapp drei Prozent der unter 18 Jährigen zählen zu den Erkrankten. Hingegen 90 Prozent der Älteren (Senioren) haben oder hatten bereits schon mindestens einmal in ihrem Leben mit Fußpilz zu tun. Insgesamt muss man sagen, dass Erwachsene 30 mal häufiger betroffen sind als Kinder.

Mögliche Ursachen und Ansteckungs-Risiko

Die eine, genaue Ursache zu finden ist nicht ganz einfach. Es ist auch in Betracht zu ziehen, dass es die Folge einer Kombination aus verschiedenen Faktoren sein kann:

  1. Barfuß gehen auf kontaminierten Böden, z.B.: Sauna, Fitnessstudio, Schwimmhalle, Bad

Schwimmbäder meiden

An diesen Orten ist ein Ansteckungsrisiko besonders hoch, weil die Pilze ein ideales Klima (warm und feucht) vorfinden, an dem sie sich sehr schnell vermehren können.

  1. schlechtes Schuhwerk, z.B.: enge Schuhe, tagelang dieselben Schuhe. Bei Sportlern und Soldaten ist ein Nagelpilz häufiger vorhanden. Beide Gruppen setzen ihre Füße schlechten Bedingungen aus. Das stundenlange Tragen derselben Schuhe oder schweren Stiefel bietet für die Pilze den optimalen Nährboden.
  1. mangelnde Hygiene, z.B.: kein Abtrocknen der Zehen-Zwischenräume, regelmäßiges Lüften und Waschen der Schuhe, Desinfektionsmittel, zeitnahe Behandlung beim Arzt beim Entdecken eines Fußpilzes, um eine Verbreitung zu vermeiden

Mitunter tragen ältere Menschen einen Nagelpilz über Jahre mit sich herum ohne ihn erkennen.

Alte Hausmittel und Naturheilkunde gegen Nagelpilz

Auf diesem Weg wird der kranke Teil des Nagels abgeschnitten oder abgeschliffen und anschließend über mehrere Wochen hinweg jeweils morgens und abends mit Essig betupft. Diese Essig, beziehungsweise die Essigessenz soll 5 bis 25 prozentig sein.

Nach dieser langwierigen aber erprobten Prozedur wächst der Nagel wieder nach. Der Pilz hingegen verschwindet langsam, da ihm aufgrund der Essigs sein basischer Lebensraum entzogen wird.

In der Alternativmedizin werden ätherische Öle zur Behandlung eingesetzt. Lavendelöl hat dabei ein sehr gutes Ergebnis erzielt. In einer portugiesischen Studie stellte sich heraus, dass schon eine kleine Menge von Lavendelöl genügt um Pilze abzutöten.

Zur äußerlichen Anwendung wird oft Teebaumöl gewählt. Die Behandlungserfolge sind gut. Ebenso wie Menthol haltige Salben ein oft verwendetes Hausmittel darstellen oder auch das Auftupfen von Alkohol einen Erfolg im Kampf gegen den Nagelpilz versprechen soll. Leider helfen diese Methoden zur Behandlung bei einem starken Pilzbefall nur sehr gering. Dazu muss in den Nagel tief genug eingedrungen werden, damit wirklich alle Pilzspuren beseitigt werden können.

Bei all diesen Methoden besteht also ein relativ großes Restrisiko, dass sich die Erreger noch im Körper befinden und jeder Zeit wieder ausbrechen können.

Somit sind Essigbäder und Kräuteröle/Tinkturen eine Möglichkeit zur effektvollen Behandlung aber nur bedingt wirksam.

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