Eine systematische Behandlung bringt Heilung?

Sollte der Fußpilz bereits sehr fortgeschritten sein, da eventuell mehrere Nägel infiziert sind, muss eine systematische Behandlungs-Therapie beginnen. Solch eine Therapie dauert in der Regel zwischen drei bis sechs Monate. Nur ganz selten wird ein Behandlungszeitraum von einem Jahr benötigt. Dieser zeitliche Umfang sollte unbedingt eingehalten werden um einen Erfolg zu erzielen.

Fortschritt am ZehennagelAußerdem ist eine gesunde Leber des Patienten eine zwingende Voraussetzung. Denn die verabreichten Medikamente können die Leberfunktion negativ beeinflussen. Im Fall einer Verschlechterung der Leberfunktion muss die Therapie sofort abgebrochen werden. Um das zu vermeiden, ist es wichtig regelmäßig zu Labor Kontrollen zu gehen.

Die Rückfallquote ist bei einer Therapie ziemlich hoch. Manche Pilzarten sind bei einzelnen Medikamenten inzwischen schon resistent geworden. Auch ist es möglich, dass der Körper eine schlechte Abwehr hat oder mit zunehmenden Alter das Nagelwachstum langsamer wird.

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Behandlung: Was hilft gegen Nagelpilz?

Es werden hierbei Vermehrungshemmende Substanzen eingesetzt, welche die Pilzzellen zuerst hemmen und später abtöten. Diese Substanzen heißen Antimykotika.

Der maximale Erfolg kann mit wasserlöslichem Nagellack erzielt werden. Dieser wird auf die befallenen Stellen aufgetragen. Somit ist das Einsatzgebiet bei dieser lokalen Behandlung hier äußerlich. Dieser spezielle medizinische Nagellack bringt das beste Ergebnis es ist langanhaltend und gründlich. Ebenso ist es möglich, Tabletten oder Kapseln einzunehmen.

Die genaue Behandlungsmethode richtet sich immer nach dem Ausmaß des Befalls von der Nagelfläche und ist weiterhin abhängig vom individuellen Wachstum des Nagels.

Die Therapie gilt als positiv beendet, wenn der Nagel komplett nachgewachsen ist und das ohne jegliche Pilzsporen. Das erfordert viel Geduld. Die Fingernägel sind bereits nach wenigen Wochen komplett erneuert. Die Zehennägel benötigen dagegen fast ein ganzes Jahr. Danach muss eine Wiede -Infektion unbedingt vermieden werden. Denn das Risiko besteht weiterhin und ist zu jeder Zeit möglich. Regelmäßige Kontrollen, die selbstständig vorgenommen werden können, minimieren das Risiko. Im Zweifelsfall kann der Arzt weiterhelfen, sodass es nicht wieder zum selben Prozedere kommen wird.

Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung der Infektion – Lasertherapie als Alternative

Seit dem Jahr 2010 ist es möglich, Laser einzusetzen um Nagelpilze zu vernichten. Dabei wird der Nagel nicht geschädigt und die Verfahrensweise ist sehr schonend. Ein Infrarotstrahler durchdringt die kontaminierten Nägel und inaktiviert somit die Pilz Strukturen. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und hat keine Nebenwirkungen. Mittlerweile bieten mehrere Hautärzte diese Therapie an. Erfahrungsberichten zufolge ist die Behandlung Erfolg versprechend. Es ist eine Erfolgsquote zwischen 60 und 80 Prozent zu verzeichnen.

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für diese Art der Behandlungsform allerdings nicht auf.

Vorbeugende Tipps – das sollten Sie unbedingt beachten

Vermeiden Sie in Ihren Schuhen ein feucht-warmes Klima. Atmungsaktive Schuhe, so oft wie möglich auch offene Schuhe wählen. Die Zehen dürfen nicht eingeengt sein und die Strümpfe sollten möglichst Feuchtigkeit abweisend sein. Außerdem schützt das Auftragen einer geeigneten Creme eine Versprödung der Haut und Nägel.

Eine strenge Hygiene hat oberste Priorität. Eine Desinfektion benutzter Wäsche und Tücher ist unerlässlich.

Oeffentliche Gebäude Barfuß vermeiden

Tragen Sie in Sauna und Schwimmbad Badeschuhe um eine Ansteckung zu vermeiden. Die Füße müssen immer gründlich abgetrocknet werden oder auch geföhnt werden. Gehen Sie nicht barfuß in öffentlichen Sport-und Freizeitstätten.

Weitere Ratschläge für schöne gesunde Füße

  1. PH neutrale Seifen – diese erhalten den körpereigenen Säure-Schutzmantel
  2. Lederschuhe statt Kunstleder – das Material ermöglicht eine gute Zirkulation
  3. Füße immer gut abtrocknen
  4. Baumwollsocken tragen – diese können im Kochwaschgang gewaschen werden
  5. Desinfektion neu gekaufter Schuhe
  6. neue Schuhe immer nur mit Socken anprobieren
  7. Stärkung der Immunabwehr
  8. eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamine und Mineralstoffen
  9. Hochwertige Pflegeprodukte für geschmeidig weiche Füße ohne Trockenheit und Risse
  10. kontinuierliche Fußpflege, vor allem als Diabetiker oder bei Durchblutungsstörungen
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Nagelpilz Erklärung, Ursachen, Risiken und Vorbeugendes

Diese unangenehme und schmerzhafte Pilzinfektion hat mehrere Namen. Sie wird auch Nagelmykose, Onychomykose oder Tinea unguium genannt. Betroffen sind dabei meistens die Zehennägel und manchmal auch die Fingernägel. Das ist deshalb so, weil ein feucht-warmes Klima die Verbreitung der Pilze begünstigt.

Fuß ohne Nagelpilz

Zu Beginn ist ein Nagelpilz „nur“ ein optisches Problem. Jedoch riskieren Sie ohne eine unmittelbare gründliche Behandlung ernsthaft Ihre Gesundheit.

Bei einem Befall des Pilzes, der schnell durch die Nageloberfläche dringt, verfärben sich diese gelblich, werden gespalten, verdickt bis hin zur kompletten Entstellung. So ist es möglich, dass der bereits sehr dick gewordene Nagel gegen den Schuh drückt und äußerst unangenehme Druckstellen verursacht. Die Nägel bekommen bröckelnde Kanten welche große Schmerzen verursachen.

Besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Stoffwechsel-Patienten sind für diese Erkrankung anfällig. Ebenfalls können Diabetes und Durchblutungsstörungen die Krankheit ausdehnen.

Verursacht ein Nagelpilz psychische Leiden?

Die Antwort ist ein eindeutiges Ja. Sind die Hände betroffen ist es für den Betroffenen doppelt tragisch. Zum einen muss er die Schmerzen ertragen und zum anderen steht er im unmittelbaren Fokus seiner Umwelt. Man sagt, die Hände seien die Visitenkarte des Menschen und wenn gerade dieses Körperteil so unangenehm auffällt, kann es zu einer großen seelischen Belastung kommen. Der Patient möchte sich oft zurück ziehen und hat vor den Reaktionen seiner Mitmenschen Angst.

Auch im Freundeskreis oder auf Arbeit kommt es oft zu Kränkungen und Verletzungen. Das meist schon angeschlagene Selbstbewusstsein wird weiter beansprucht; der Druck wächst. Manchmal ist deshalb auch eine psychologische Behandlung wichtig. Eine gute Möglichkeit stellt beispielsweise eine Therapiegruppe dar, in der sich die Betroffenen über ihr gemeinsames Leid austauschen können – ohne dabei Ausgrenzung zu erfahren.

Je älter der Mensch, desto höher das Nagelpilz-Risiko

Es ist erwiesen, dass mit zunehmenden Alter das Risiko steigt. Nur knapp drei Prozent der unter 18 Jährigen zählen zu den Erkrankten. Hingegen 90 Prozent der Älteren (Senioren) haben oder hatten bereits schon mindestens einmal in ihrem Leben mit Fußpilz zu tun. Insgesamt muss man sagen, dass Erwachsene 30 mal häufiger betroffen sind als Kinder.

Mögliche Ursachen und Ansteckungs-Risiko

Die eine, genaue Ursache zu finden ist nicht ganz einfach. Es ist auch in Betracht zu ziehen, dass es die Folge einer Kombination aus verschiedenen Faktoren sein kann:

  1. Barfuß gehen auf kontaminierten Böden, z.B.: Sauna, Fitnessstudio, Schwimmhalle, Bad

Schwimmbäder meiden

An diesen Orten ist ein Ansteckungsrisiko besonders hoch, weil die Pilze ein ideales Klima (warm und feucht) vorfinden, an dem sie sich sehr schnell vermehren können.

  1. schlechtes Schuhwerk, z.B.: enge Schuhe, tagelang dieselben Schuhe. Bei Sportlern und Soldaten ist ein Nagelpilz häufiger vorhanden. Beide Gruppen setzen ihre Füße schlechten Bedingungen aus. Das stundenlange Tragen derselben Schuhe oder schweren Stiefel bietet für die Pilze den optimalen Nährboden.
  1. mangelnde Hygiene, z.B.: kein Abtrocknen der Zehen-Zwischenräume, regelmäßiges Lüften und Waschen der Schuhe, Desinfektionsmittel, zeitnahe Behandlung beim Arzt beim Entdecken eines Fußpilzes, um eine Verbreitung zu vermeiden

Mitunter tragen ältere Menschen einen Nagelpilz über Jahre mit sich herum ohne ihn erkennen.

Alte Hausmittel und Naturheilkunde gegen Nagelpilz

Auf diesem Weg wird der kranke Teil des Nagels abgeschnitten oder abgeschliffen und anschließend über mehrere Wochen hinweg jeweils morgens und abends mit Essig betupft. Diese Essig, beziehungsweise die Essigessenz soll 5 bis 25 prozentig sein.

Nach dieser langwierigen aber erprobten Prozedur wächst der Nagel wieder nach. Der Pilz hingegen verschwindet langsam, da ihm aufgrund der Essigs sein basischer Lebensraum entzogen wird.

In der Alternativmedizin werden ätherische Öle zur Behandlung eingesetzt. Lavendelöl hat dabei ein sehr gutes Ergebnis erzielt. In einer portugiesischen Studie stellte sich heraus, dass schon eine kleine Menge von Lavendelöl genügt um Pilze abzutöten.

Zur äußerlichen Anwendung wird oft Teebaumöl gewählt. Die Behandlungserfolge sind gut. Ebenso wie Menthol haltige Salben ein oft verwendetes Hausmittel darstellen oder auch das Auftupfen von Alkohol einen Erfolg im Kampf gegen den Nagelpilz versprechen soll. Leider helfen diese Methoden zur Behandlung bei einem starken Pilzbefall nur sehr gering. Dazu muss in den Nagel tief genug eingedrungen werden, damit wirklich alle Pilzspuren beseitigt werden können.

Bei all diesen Methoden besteht also ein relativ großes Restrisiko, dass sich die Erreger noch im Körper befinden und jeder Zeit wieder ausbrechen können.

Somit sind Essigbäder und Kräuteröle/Tinkturen eine Möglichkeit zur effektvollen Behandlung aber nur bedingt wirksam.

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